Jahrgangspräsentation: Hier ist unsere Kollektion 2014

Über den Jahrgang 2014 ist schon viel gesprochen und geschrieben worden. Um es kurz zu machen: Einfach sieht anders aus.

Frühe Blüte, schöne Ansätze, null Pilzdruck. Es sah nach einem tollen Jahr aus, mengenmäßig und vor allem qualitativ. Und dann kam der August. Und es regnete. Und es regnete auch im Septmber, und das bei Temperaturen, die immer über 20° lagen. Landauf, landab begannen die Trauben zu faulen, wer an einem Tag durch seine Weinberge gegangen war und alles Schlechte herausgeschnitten hatte, stand am nächsten, spätestens übernächsten Tag wieder vor der gleichen Situation. Jetzt war großen Sorgfalt geboten.

Wir hatten im Rheingau großes Glück, unsere beiden Erste-Gewächs-Lagen hingen kerngesund in einer schönen Spätlesequalität, gelesen haben wir bei strahlendem Sonnenschein Anfang Oktober.

Am Mittelrhein lagen die Öchslewerte etwas niedriger, unsere alten Anlagen brachten aber ausgesprochen geschmacksintensive, kleinbeerige, vollreife Trauben hervor. Hier haben wir zunächst eine Negativselektion gemacht und dann an zwei Tagen zuerst das gesunde und dann das leicht edelfaule Lesegut geholt.

Auf beiden Seiten hat sich sorgfältige Laubarbeit in diesem Jahrgang bezahlt gemacht, und auch wenn die Menge am Ende unter den Erwartungen lag - was wir im Keller haben, gefällt uns sehr gut.



Und so sieht die Kollektion aus:

2014 Martinsthaler
Rheingau Riesling trocken QbA
11%
7,50 € (10,-€/Liter)

In der Nase Augustapfelduft, leicht florale Noten, ein bisschen Kräuterwürze.
Auf der Zunge frisch und knackig, kühle Kernobstfrucht, leicht kräutrig, gute, zupackende Säure.
Der richtige Wein für einen lauen Sommerabend aruf der Terrasse (oder am Rhein).

2014 Oberdiebacher
Mittelrhein Riesling halbtrocken QbA
10%
7,50 € (10,-€/Liter)

Duft nach vollreifen Aprikosen, Klarapfel, würziger Schiefermineralik.
Auf der Zunge satte, warme gelbe Frucht, saftig und süßlich, Zitrusnoten, präsente, reife Säure - ein Maul voll Wein.


2014 Martinsthaler Wildsau
Rheingau Riesling halbtrocken QbA
10%
9,-  € (12,-€/Liter)

In der Nase reife Birnenfrucht, rosa Grapefruit, kühle mineralische Noten.
Im Mund süße, saftige Frucht, sehr klar und strahlend, Birne, Zitrusfrüchte, leicht kandiert, spürbare Säure. Das böse Wort: einfach lecker.



2014 Oberdiebacher Fürstenberg
Mittelrhein Riesling trocken QbA
11%
9,-  € (12,-€/Liter)

Kühler Duft nach Reineclauden, schiefrige Mineralik, Kräuter und fast ein wenig Macchia, erinnert (vielleicht nur die Winzer) an einen heißen, flirrenden Tag auf steinigem, steilen Schieferboden.
Auf der Zunge saftig und zupackend, schlank im Stil, reife Reineclaudenfrucht, gut eingebundene Säure, feste Schiefermineralik, kleidet den Mund ganz aus, Schmelz und viel Länge.
Ein Wein, der bleibt, der kleinere Bruder des großen FÜRSTENBERG 2013, der die Verwandtschaft nicht verleugnen kann.


2014 WÜLFEN
Rheingau Riesling trocken QbA
12%
13,50 € (18,-€/Liter)

Tiefer Duft nach reifem Steinobst, exotische Noten, Mango, Ananas, Kokos.
Im Mund fest und straff, wirklich trocken, verhaltene Frucht, Anklänge von gerösteten Nüssen, mineralische Noten, hinten raus viel Druck.
Nachtrag: Nach ordentlicher Belüftung überrascht der Wein mit geradezu opulenter Frucht, exotisch-süßlich, all das, was er am ersten Tag schon im Duft versprach.
Unser erster Wein aus dem Rauenthaler Wülfen, eine kleine Parzelle mit viel Potential, die Ergänzung zu unserem großen Wein aus dem Rauenthaler Rothenberg.


2014 ROTHENBERG
Rheingau Riesling trocken
12,5%
13,50 € (18,-€/Liter)

In der Nase reifes Steinobst, kühler, nasser Stein, Rosen, ein bisschen grüner Tabak.
Auf der Zunge trockene, trotzdem saftige Frucht, ein bisschen getrockenete Birne, Steinobst, das alles fest und straff, intensiv und mineralisch, viel Länge.
Der Wein aus unserer rechtsrheinischen Steillage - erstmals aus komplett eigener Bewirtschaftung.

Wo man unsere Weine probieren und kaufen kann?
Natürlich bei uns - wir bitten um eine kurze Voranmeldung, damit Sie nicht vor verschlossener Tür stehen.
Vom 11. bis 13. September 2015 finden Sie und und unsere Weine am Weinprobierstand in Martinsthal, dazu gibt es ein kleines Speiseangebot - unter anderem mit dänischen Spezialitäten.
Außerdem können Sie die Weine in der Weindekanei in Erbach probieren und kaufen.

Natürlich versenden wir unsere Weine auch, bitte schicken Sie uns eine kurze Mail.
Für den 6er-Karton berechnen wir 6,50€ Versandkosten, für 12 Flaschen 8,-€.
Alle Preise verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer.
Alle unsere Weine enthalten Sulfite.
Unsere Weine enthalten keine anderen kennzeichnungspflichtigen Allergene.

Was lange gärt ...

...wird endlich gut.



Der eine oder die andere erinnern sich vielleicht - in unserem ersten Jahrgang haben wir aus dem Wallufer Berg Bildstock neben einem halbtrockenen Kabinettchen (Bildhübsch) und einer restsüßen Spätlese (Bildschön) auch eine Trockenbeerenauslese erzeugt.



Hervorgekitzelt, muss man wohl eher sagen, tageslanges Gepickel, Kühlen der Trauben im Gastrokühlhaus, Einmaischen der rosinengroßen Beeren und das Abpressen von 25 Litern TBA in einer 3000er Presse, inklusive Leerkratzen der Kelterwanne mit einem handelsüblichen Silikonteigschaber.

Und dann stand der Glasballon im Arbeitszimmer und .. gärte. Und gärte. Erschreckte den schwarzen Kellerkater einmal täglich durch ein unvermutetes "Blubb" .. und gärte.



Im Mai 2014 war endlich Wein aus dem sirupartigen Most geworden. Gute Gelegenheit, uns an die Füllung einer Kleinmenge (mit kleinem Filter) bei Cecilia Jost vom Weingut Toni Jost - Hahnenhof, in Bacharach am Mittelrhein, dranzuhängen. Die TBA kam also in die Flasche, ins Labor, in die Prüfung ... und fiel durch. Zur Begründung sagen wir jetzt nichts, aber unser Labor-Oenologe hat laut und herzlich gelacht.

Jedenfalls, ein dreiviertel Jahr später ...wieder angestellt ... hat unsere TBA eine mehr als ordentliche AP Nummer und darf als solche verkauft werden. Freut uns sehr.

Und ja,wir haben so viel davon, dass wir Flaschen verkaufen - Preis auf Anfrage.

Es ist ...

... ein Weinberg! Genauer gesagt, es sind Zwillinge, also zwei Weinberge.

Ja, wir haben expandiert, auch wenn es so nicht geplant war, aber wir freuen uns über den gesunden und lebendigen Zuwachs.


Bitzengrub und Rödermann heißen die beiden Schätzchen aus dem Oberdiebacher Fürstenberg. Sie sind knapp 60 Jahre alt, also deutlich aus den Kinderkrankheiten raus, haben dafür aber das eine oder andere altersbedingte Zipperlein.









Hier und da musste der Drahtrahmen dringend ausgebessert werden - Bindfaden als Bindedrahtersatz erschien doch eher als Notlösung. Hier und da mussten auch ein paar uralte Bögen gekappt werden, das alles dauerte dann, wie üblich, doch länger als gedacht, aber heute - tataa! - sind wir fertig geworden.



4.000 Reben sind geschnitten, fast alle gebogen und gebunden, der Drahtrahmen steht wieder richtig, wir haben das wuchernde Gras und die Dornen aus den Rinnsteinen entfernt.

Und viele wunderbare Dinge in unseren Weinbergen gefunden.



Die ersten wilden Bienen tummeln sich wieder im Weinberg, die Milane kreisen hoch oben über dem Fürstenberg, die Forsythien blühen wie verrückt, die Walderdbeeren scheinen sich auf einen frühen Sommer vorzubereiten - kurz: Es kann Frühling werden.



Es geht voran - bearbeitet: Mit Nachtrag

Es sieht nicht so aus, als wolle es ernsthafterweise noch einmal richtig winterlich werden. Den Schnee- und Kälteeinbruch über Weihnachten haben wir verpasst und stattdessen ein schönes, ruhiges Fest in Hannover verbracht und Silvester wieder einmal in Kopenhagen gefeiert. Unsere Lieben getroffen, wunderbar gegessen und getrunken und den Heimweg erst angetreten, als es mit der weißen Pracht schon wieder vorbei war. 


Nun sehen die Weinberge mit Schnee, klirrendtrockener Kälte und blauem Himmel zugegebenermaßen herrlich aus, für den Rebschnitt sind uns Temperaturen um den Gefrierpunkt, Trockenheit und Windstille aber doch lieber.



Im Rheingau haben wir die Hälfte geschafft, am Mittelrhein ein Drittel. 

Dort haben die Wildschweine in der vergangenen Woche in der "Großen Harle" - oben rechts - offenbar eine Party gefeiert. In vier Reihen ist der Boden je etwa zu einem Viertel ordentlich umgepflügt, auch unter und zwischen den Stöcken. 

Schade, dass Wildsäue keine Brombeerwurzeln fressen, davon gibt es immer noch reichlich, vor allem neben der Driesche zwischen Einzelstockerziehung und Großer Harle. 

Wenn jemand einen Tipp hat, wie man die Biester bewegt, die Aktion Anfang Mai zu wiederholen - gerne nur in jeder zweiten Reihe, aber dafür gründlich  - nur zu.



Im Keller herrscht Ruhe, die Weine liegen inzwischen allesamt auf der Feinhefe und entwickeln sich so, wie wir es gewollt haben. 

Es geht voran. Mal schauen, was das Jahr so bringt.

Nachtrag: Wir haben zum Abschluss des anstrengenden Wochenendes (Sachkundeprüfung Pflanzenschutz / Schneiden / Kappensitzung BCV / Schneiden) eine Flasche Fürstenberg 2013 aus dem Keller geholt. Unser Topwein, der sich im ersten halben Jahr nach der Füllung sehr, sehr verschlossen präsentiere, zwar Druck und Potential erahnen ließ, aber ... 
... jetzt anfängt, zu zeigen, was er kann.

Kühle Schiefermineralik, Birnen- und Reineclaudenfrucht, feine, gut integrierte  Säure, saftig, schmelzig, strahlend klar. Wie schon gesagt: Ein Langstfreckenläufer. Und er hat gerade erst angefangen.

Adventspost!

Liebe Rieslingfreunde, 

wie schnell ist dieses Jahr vorbeigeflogen! 
Zum vergangenen Jahreswechsel konnten wir eine kleine, alte Parzelle im Rauenthaler Wülfen pachten, eine Erste-Gewächs-Lage, genau wie unser Wingert im Rauenthaler Rothenberg. 
Mehr Wein, mehr Tanks - unseren Keller haben wir in diesem Zuge ein bisschen aufgerüstet. 
Wir haben unseren Flaschen eine neue Ausstattung verpasst - sehen Sie selbst. 
Und wir haben "fusioniert" - und sind sehr glücklich.

Und im Weinberg?
Eben freuten wir uns noch, rechtzeitig vor dem frühen Austrieb mit dem Schneiden und Binden fertig geworden zu sein, dann ging der Sommer viel zu schnell vorbei und wieder, wie 2013, begann es zu regnen.
Um es kurz zu machen: Es ist gut gegangen. Die gründliche Laubarbeit hat sich ausgezahlt, zudem haben wir unsere Weinberge frühzeitig mit Netzen gegen Vögel, Rehe und vier- und zweibeinige Schweine abgehängt.

Im Rheingau konnten wir in unseren beiden Rauenthaler Parzellen Rothenberg und Wülfen bei strahlendem Sonnenschein schöne Spätlesequalitäten ernten, auch wenn aufgrund der Fäulnis eine sorgfältige Vorselektion und ebenso viel Sorgfalt bei der Handlese nötig waren. 
Am Mittelrhein hatten wir dieses Mal nicht ganz so hohe Mostgewichte, dafür aber konzentrierte, intensive Moste. Und endlich einmal konnten wir wieder drei unterschiedliche Weine aus unseren Weinbergen im Oberdiebacher Fürstenberg machen. 

Zum Teil gären die Weine noch langsam im Keller, einige haben wir bereits von der Mutterhefe abgestochen und lassen sie nun bis ins Frühjahr auf der Feinhefe reifen.
Unsere 2012er sind bis auf eine kleine Restmenge ausverkauft, und bei den jetzt gut zugänglichen 2013ern wird es auch langsam knapp.

Grund genug, rechtzeitig für Sie und Euch vor Weihnachten Geschenkpakete zu schnüren!
Was wir da reinpacken können? Wählen Sie selbst!

2013
Martinsthaler 
Riesling QbA trocken
4 g RZ, 11,5%
0.75 Liter 7,50 € inkl. USt. (Liter: 10,-€)

Kühle, würzige Pfirsichfrucht, leicht kräutrig. Auf der Zunge frisch und saftig, trocken, aber nicht karg. Perfekter Einsteiger, der aber keine Eintagsfliege ist.  

2013

Martinsthaler Rödchen 
Riesling QbA halbtrocken
11 g RZ, 11 %  
0,75 Liter  8,80 € inkl. USt. (Liter: 11,73 €)

Ja, da steht halbtrocken drauf, obwohl er trocken schmeckt. 
Feinsüßlicher Steinobstduft, reife gelbe Früchte, saftig und animierend.
Am Gaumen eher leicht, wieder saftige Frucht, gute Säure, schmelzig, gut balanciert. Der Schmeichler unter unseren 2013ern. 

2013 
Martinsthaler Rödchen 
Riesling QbA feinherb
18g RZ, 10,5 % 
0,75 Liter 9,-€ inkl.USt. (Liter: 12,-€)

Saftig! Süffig, schmelzig, dicht und reif. Schöne Süße, ohne pappig zu wirken, feine Säure, gute Länge. Toll zu Fusion-Food, Thai-Gerichten und etwas schärferen Curries. Oder einfach nach einem grauen Tag auf dem Sofa zu einem spannendem Buch ...

2013
ROTHENBERG
Riesling QbA trocken
Alte Reben
3 g RZ, 12,5 %
0,75 Liter 13,50 € inkl. USt. (Liter: 18,- €)

Im vergangenen Jahr hatten wir die einmalige Chance, dauerhaft eine kleine, alte Anlage in dieser Ersten-Gewächs-Lage zu pachten. Vier lange Reihen, steil, von oben durch einen ausgewaschenen Hohlweg und von unten durch einen etwas zugänglicheren, teilweise befestigten Weg zu erreichen. Phyllit, roter Verwitterungsschiefer, lehmig durchsetzt.
Der Wein? In der Nase noch verhalten kühle Würze, tabakige Noten.
Am Gaumen trockene Steinobstfrucht, sehr würzig und mineralisch, straff, fest und stringend. Gut eingebundene Säure, gute Struktur und Länge.

2013
FÜRSTENBERG
Riesling QbA trocken
Alte Reben 
4 g RZ, 12,5% 
0,75 Liter 15,-€ inkl. USt. (Liter: 20,-€)

In der Nase kühl, mineralisch, salzig, Anklänge von Zitrusfrüchten.
Am Gaumen saftig und dicht, kandierte Zitrusfrüchte, Steinobst, kühle Schiefermineralik, fest und dicht, langer, würziger Abgang. Noch viel zu jung und verhalten, aber ein Wein, der Grund zur Hoffnung auf ein langes Leben gibt.
Unser Benchmark-Wein. Der Oberdiebacher Fürstenberg, 1954 gepflanzt, bringt unsere mineralischsten, intensivsten und - in unseren Augen - besten Weine hervor. 2013  haben wir - leider! - nur einen trockenen Wein aus dieser Toplage machen können, unseren "Fürstenberg", der die Bezeichnung "Alte Reben" ablöst.
Noch eher verschlossen, öffnet sich jetzt aber langsam. Bitte dekantieren.

2012 Riesling Spätlese trocken "Drei Kreuze"
Rüdesheimer Magdalenenkreuz
0,6 g Restzucker, 12,0%

0,75 Liter 11,50 € inkl. USt. (15,33 €/Liter) 

In der Nase rauchige, fast speckige Töne. Salzig,fast jodig und nussig, kühle Steinobstfrucht. Auf der Zunge fest und straff, steinige Mineralik, rosa Grapefruit, kühl, tiefgründig, mit viel Länge.

Braucht immer noch viel Luft - bitte unbedingt dekantierten. Ein großartiger Essensbegleiter.

2011
"Auslese" 

Oberdiebacher Fürstenberg
Riesling Auslese
Mittelrhein
11,5%
0,5 Liter 15,00 € inkl. USt. (30€/Liter) 

Der edelsüße Top-Wein aus der unteren Parzelle im Fürstenberg. Dieser Weinberg bringt Jahr für Jahr edelsüße Weine hervor. In der Nase Ananas, Fenchelhonig und hochreifes Steinobst, deutliche Mineralik. Auf der Zunge süß und saftig, kräutrige, leicht tabakige Würze, gute Säure, fest und straff, kühle, schlanke Mineralik, das alles sehr komplex. Ein Sonntagswein.

Ab 6 Flaschen verschicken wir bis zum 20.12.2014 innerhalb Deutschlands versandkostenfrei, ab 12 Flaschen versandkostenfrei minus 10 % Adventsrabatt. Bei Bestellung bis zum 17.12. geht das Paket spätestens am 18.12. morgens in den Versand, damit die Weine es noch unter den Christbaum oder auf den Gaben- (oder Festtagstisch) schaffen.

Wir wünschen Ihnen und Euch eine wunderschöne Adventszeit und, falls wir uns nicht mehr sehen, sprechen oder lesen, ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Mit herzlichen Grüßen aus dem Rheingau

Christin Jordan & Lars Dalgaard


P.S. Wir werden oft nach unseren “Öffnungszeiten” gefragt. Da wir hauptberuflich beide etwas ganz anderes machen, sind wir an den Wochenenden oder wochentags ab 17.30 Uhr am ehesten anzutreffen, eine kurze Voranmeldung per E-Mail oder Anruf wäre nett.

Ernte 2014, letzter Akt

Geschafft.

Am vergangenen Wochenende haben wir an zwei Tagen mit einer schlagkräftigen Truppe gelesen.

Am Samstag eine Positiv-Auslese - nur kerngesundes Material aus allen Parzellen. Am Sonntag dann die kritische Sortierarbeit - edelfaul/gesundes Material in eine Kiste, eingetrocknet edelfaules in eine zweite, essigfaules auf den Boden. Zweimal sieben Stunden bei schönem Wetter mit nachmittäglichem Sonnenschein.
Die Menge stimmt endlich mal wieder, die Qualität stimmt, wir sind zufrieden.
Montag haben wir die Weine abgestochen und in die Gärtanks im Keller geleitet - sehr schön geklärt, hocharomatisch, fein.

Heute haben wir die Netze eingesammelt, die wir rund um unsere Weinberge gespannt hatten, zum Schutz gegen vier- und zwiebeinige Schweine sowie Vögel.
Leider sind uns zwei kürzere Netze abhanden gekommen, die wir als zweite Bespannung gehängt hatten - ich wünsche dem Dieb die Kirschessigfliege, Stielfäule und Wildschweinverwüstung an den Hals, bei Kollegen Netze klauen, das gehört sich einfach nicht!

Schon am vergangenen Wochenende roch es frühmorgens deutlich nach Herbst, und heute früh hing der Dunst lange in den Hügeln über Martinsthal, dazu der Geruch von Holz- und Kohleöfen, Feuchtigkeit, sterbendem Laub, Bodenkälte.

Für uns war's das im Weinberg für den Herbst 2014 - keinen Wetterbericht mehr lesen, nicht mehr auf Sonne hoffen, alle Lesekisten gespült im Keller und den Wein schön langsam gärend in den Tanks, das fühlt sich gut an.

Bis bald!

Good News und: Wir expandieren!

Am vergangenen Wochenende waren wir an beiden Tagen viele Stunden in unseren Weinbergen am Mittelrhein. Haben (wenige) faule Trauben rausgeschnitten, noch einmal Laub entfernt, die Parzellen ringsum mit Netzen gegen Vögel, Rehe, vier- und zweibeinige Wildschweine abgehängt. Und ein kleines Video gedreht.


  video


Und wir haben etwas unter Dach und Fach gebracht und damit ein bisschen expandiert.
Wir nennen jetzt vier lange Reihen im Rauenthaler Wülfen unser Eigen. Eine schöne, alte Anlage, maschinell schwierig zu bewirtschaften (gut für uns). Was da hängt, sieht aus wie aus dem Bilderbuch. Lockerbeerige Trauben, keinerlei Fäulnis. Das wird.